Aktuelle Angebote für Freiwillige

Hinweis: Bei den hier aufgeführten Möglichkeiten zu freiwilligem Engagement handelt es sich entweder um eigene Projekte/Projektentwürfe des Freiwilligenzentrums Ulrichstein oder solche anderer Träger/Veranstalter, die wir aufgrund von Anfragen, Presseberichten, Inter-netrecherchen o.ä. ausgewählt haben. Wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Voll-ständigkeit oder Richtigkeit und empfehlen, sich jeweils bei den genannten Kontaktadressen oder -personen zu vergewissern, ob und zu welchen Bedingungen ein freiwilliges Engage-ment in den beschriebenen Bereichen erfolgen kann!

Insofern wir Projekte/Angebote usw. ohne ausdrückliche Gestattung der Veranstalter/Träger usw. publizieren oder kommentieren, ist dies durch Art. 5 GG legitimiert. Indem Veran-stalter/Träger usw. ihre Angebote selbst öffentlich machen, besteht für Dritte das Recht der öffentlichen Berichterstattung, des Zitats und der Kommentierung. Diesbezüglich unterliegt das Urheberrecht im Interesse der Allgemeinheit an einer ungehinderten Berichterstattung bestimmten Schranken (vgl. z.B. §51 UrhG).

 

Bitte beachten Sie auch unsere Webseite

http://fzulrichstein-buergerforum.npage.de/

 

 


NEU!

Eingestellt am 10.07.2016

Tierheim Lauterbach sucht ehrenamtliche Mitarbeiter

Laut einem Bericht des Vogelsberg-Boten (Ausg. 27 vom 06.07.2016, S. 10) droht im Tierheim Lauterbach nach vereinsinternen Meinungsverschiedenheiten ein personeller Engpass, nachdem einige der Freiwilligen ihre Mitarbeit aufgekün-digt haben. Dringend gesucht werden jetzt zuverlässige, kompetente und sozial engagierte Mitmenschen mit speziellen Fähigkeiten und Zeit zur regelmäßigen, zuverlässigen Mitarbeit für folgende ehrenamtliche Aufgabenbereiche:

Tierheimalltag: Säubern, Füttern, Kontaktpflege und Sozialisieren

Handwerkliche Leistungen: Rasenmähen, Reparaturen aller Art

Öffentlichkeitsarbeit: Mithilfe bei der Organisation von Veranstaltungen, Fotos und Texte erstellen für Tierheimannoncen und aktuelle Berichte in Zeitungen.

Interessenten melden sich bitte unter Telefon (06641) 1516 (evtl. Anrufbeantworter!) oder mit einer Nachricht an die Email-Adresse vorstand@tierheim-lauterbach.de!

 


Eingestellt am 03.06.2016: 

Ich suche jmd., der/die evtl 1-2 mal die Woche einen Betreuten von mir in der Residenz besuchen und dabei beim Kaffeetrinken und Puddingessen behilflich sein könnte. 

Claudia Fürst
Betreuungsverein Vogelsberg
Schlitzer Str. 2
36341 Lauterbach
Tel.: 06641 - 6466920
FAX: 06641 - 6466929
 

Eingestellt am 15.04.2016 und zeitgleich als Anregung an das  Amt für den länd-lichen Raum und Daseinsvorsorge des Vogelsbergkreises übersandt.

 

Freiwilligenzentrum Ulrichstein                                                                   

Möglichkeiten für Bürgerbeteiligung und freiwilliges Engagement innerhalb des Modellvorhabens "Langfristige Sicherung von Ver-sorgung und Mobilität in ländlichen Räumen"

 

1. Vorbemerkung zu dem Modellvorhaben des Vogelsbergkreises

Das Modellvorhaben des Bundesministeriums  für Verkehr und digitale Infrastruktur bzw. dessen Adaption durch den Vogelsbergkreis verfolgen das Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse in vom demografischen Wandel besonders betroffenen länd-lichen Regionen nachhaltig zu sichern, indem alle wichtigen Einrichtungen der Da-seinsvorsorge und Nahversorgung an zentralen Standorten innerhalb sog. Koopera-tionsräume (gemeindeübergreifender Einzugsgebiete) gebündelt und im Rahmen eines "integrierten Mobilitätskonzepts" verkehrstechnisch so angebunden werden, dass sie auch für wenig oder nicht mobile Ziel- und Nutzergruppen wie Jugendliche, junge Familien ohne PKW/Zweitwagen und ältere Menschen gut erreichbar bleiben.

Hierbei ist die Frage aufzuwerfen, ob grundsätzlich der einzelne Kunde/Nutzer/-Patient usw. mobil(er) sein, bleiben oder werden muss. Die Entwicklung des Online-Handels beispielsweise eröffnet ganz andere Lösungen für die Sicherung der Da-seinsvorsorge. Online-Banking, Telemedizin und Beratungsportale für nahezu jedes Gebiet und jede Lebenssituation sind weitere Praxisbeispiele für die Gewährleistung einer ausreichenden Versorgung, ohne dass der Kunde/Ratsuchende usw. im ver-kehrstechnischen Sinne mobil sein muss. Ein Großteil persönlicher Dienstleistungen (klassische Beispiele: Haarpflege, Fußpflege) kann zudem in Form des "ambulanten Gewerbes" ausgeübt werden.

Andererseits enthält Mobilität auch einen wichtigen Aspekt, der mit Lebensqualität, Unterhaltung, Abwechslung, Geselligkeit usw. verbunden ist. Das Einkaufen zum Beispiel ist für viele Senioren nicht nur eine lästige Pflicht, sondern eine willkom-mene Gelegenheit, der Vereinsamung in den eigenen vier Wänden zu entgehen, ih-ren Alltag erlebnisreicher zu gestalten und Fähigkeiten zu trainieren, die ansonsten verkümmern würden. Daher ist es nicht im Sinne dieser Zielgruppe, bestehende Einkaufszentren o.ä. einfach durch Onlinehandel und Lieferservice zu ersetzen. 

Grundsätzlich müssen neue Versorgungsstrukturen (am sinnvollsten natürlich ge-meinsam mit dem Ausbau eines flächendeckenden schnellen Internets) heute in die Entwicklung zukunftsfähiger Standorte  bzw. Kooperationsräume einbezogen wer-den, wobei insbesondere die Weiterentwicklung des Onlinehandels mit Waren des täglichen Bedarfs bzw. die als Folge der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung prognostizierten erheblichen Veränderungen im Einzelhandel von Bedeutung ist. Gleichzeitig sollten diese neuen Strukturen auch für solche (überwiegend älteren) Konsumenten/zu Versorgenden erschlossen werden, die privat noch nicht über ei-nen Internetanschluss oder die notwendige Routine in der Nutzung moderner Kom-munikationstechniken verfügen (wäre z.B. möglich durch Internet-Cafes, Bürger-Büros, Freiwilligenagenturen o.ä. in jedem Dorf/Stadtteil).

Einrichtungen der zuletzt genannten Art werden in aller Regel von Ehrenamtlichen betrieben, eignen sich aber auch als kleine Startups für Jungunternehmer (auch als Ketten) oder für den Nebenerwerb von Müttern mit Kindern, Senioren usw.. Das benötigte Startkapital ist äußerst gering. Als neuartige Unterstützungszentren, die einen Kooperationsraum praktisch flächendeckend erschließen, besitzen sie ein hohes Potenzial für den weiteren Ausbau kooperationsräumlicher Versorgungs- und Mobilitätsstrukturen. Unter der Voraussetzung entsprechend qualifizierter (An-)Lei-tung durch "Kümmerer", "Quartiersmanager" o.ä. und bei Mobilisierung zusätzlichen ehrenamtlichen Engagements reicht ihr sozialer Nutzen weit über die übliche Da-seinsvorsorge hinaus. So können derartige Anlaufstellen als Lieferstützpunkte die-nen, von denen aus die Güter des täglichen Bedarfs an nicht oder eingeschränkt mobile Kunden innerhalb des Wohnquartiers oder Bedüftige (mobile Tafeln!) weiter verteilt werden. Sie können die Funktion lokaler Mitfahrzentralen für wenig oder nicht mobile Bevölkerungsgruppen (Jugendliche, Senioren, Familien ohne Zweitwagen etc.) übernehmen und so einen Beitrag leisten, die Erreichbarkeit von Versor-gungseinrichtungen an zentralen Standorten zu sichern bzw. zusätzliche Angebote für spontane Mobilitätsbedürfnisse (z.B. als Aufstellungsorte für Mitfahrerbänke) erschließen. Weiterhin könnten sie - anknüpfend an die  Weiterverteilung von Liefe-rungen des Onlinehandels in der Nachbarschaft - mit einfachen Aufgaben der "aufsuchenden Sozialarbeit" betraut werden. So könnte das Ausliefern von Bestel-lungen bzw. Lieferungen der mobilen Tafeln an Senioren mit Einschränkungen, be-dürftige Familien o.ä.  damit verbunden werden, den Bedarf an zusätzlichen Hilfen (siehe Generationenhilfe-Projekte) zu erfragen, aufgrund des Augenscheins be-stimmte Formen der Unterstützung gezielt anzubieten oder notfalls sogar amtliche Stellen auf sichtbare Defizite hinzuweisen (=> Antrag auf Betreuung).

Bürgerbüros, Freiwilligenzentren, Internetcafes etc. - idealerweise bertrieben auf rein ehrenamtlicher oder sozialunternehmerischer Grundlage - stellen die elementare "engagementfördernde Infrastruktur" eines Kooperationsraums dar, die einen auf echter Bürgerbeteiligung basierenden Diskussions- und Entwicklungsprozess in Gang setzt. Anbieter von Daseinsvorsorgedienstleistungen, Nahversorger, zivilge-sellschaftliche Akteure, ehrenamtlich Engagierte usw. sowie letztlich die gesamte Wohnbevölkerung eines Kooperationsraums können hier gemeinsam an Lösungen arbeiten, die selbst unter den Bedingungen einer weiteren Entvölkerung des länd-lichen Raums und schrumpfender Versorgungsstrukturen gleichwertige Lebensver-hältnisse erhalten und teilweise sogar zu einer Intensivierung der sozialen Be-treuung führen (aufsuchende Sozialarbeit, "Kümmerer", mobile Tafeln usw.).

 

2. Weitere Überlegungen zum Aufbau kooperationsräumlicher Strukturen 

2.1 Neue Mobilitätsangebote

Die Entwicklung neuer nutzerorientierter Mobilitätsangebote auf kooperationsräum-licher Ebene bedeutet nicht zwangsläufig, jedem individuellen und spontanen Mobili-tätsbedürfnis durch ein eigens entwickeltes Angebot in Form eines persönlich nutz-baren Verkehrsmittels abhelfen zu müssen. Nutzerorientierte innovative Mobilitäts-angebote können, je nach

  • Anforderungen an die Zuverlässigkeit (kalkulierbare Abfahrt- und Ankunfts-zeiten etc.),
  • Nutzungszweck (Erreichen von Bildungs- oder Arbeitsstätten, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Kliniken und Arztpraxen, Bahn- oder Buslinien zu Fernzielen, Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs etc.),
  • Entfernung des Fahrziels (Bahnhof/Bushaltestelle im Ort, Nachbardorf, Un-terzentrum, Kreisstadt etc.) und 
  • verfügbarem Budget

ganz unterschiedliche Gestalt annehmen. So können sog. Mitfahrerbänke oder über Mitfahrzentralen verabredete Fahrgelegenheiten durchaus ein innovatives Angebot für Bürger sein, die zeitlich flexibel sind und ein spontanes Mobilitätsbedürfnis mit Kontaktfreudigkeit verbinden („modernes Trampen“). Sofern die Reisenden an Ter-mine gebunden sind und/oder regelmäßig sehr früh und relativ spät unterwegs sind (z.B. Berufspendler, Schüler usw.) gibt es kaum Ersatz für das Taxi oder den ÖPNV. Allenfalls können private Fahrgemeinschaften direkt bis zum Arbeitsort oder zum (Bus-)Bahnhof einer entfernteren Verkehrslinie bzw. Sammelparkplatz an der Autobahn (mit anschließenden Fahrgemeinschaften in unterschiedliche Richtungen) gebildet werden. Für Fahrten zum Einkaufen wiederum (gesicherte Hin- und Rück-fahrt, Transport der Einkäufe) sind eher der Bürgerbus als eine Art Sammeltaxi oder private Fahrten mit dem PKW (allein oder mit Nachbarn, möglichst bis vor die eigene Haustür) geeignet.

Individuelle Einkaufsfahrten lassen sich zum Teil vermeiden, indem man Liefer-dienste von Apotheken, Einzelhändlern, Baumärkten usw. in Anspruch nimmt. Letz-teres macht allerdings nur Sinn, wenn das Ordern der Ware (telefonisch, online) hin-reichend komfortabel und der Lieferant auf die zügige Annahme und Abwicklung von Bestellungen organisatorisch, personell und logistisch eingestellt ist.

Es erfordert keine allzu große Vorstellungskraft, die hier beschriebenen Mobilitätsan-gebote mit möglichen Einsatzgebieten für Freiwillige in Verbindung zu bringen. Be-reits derjenige, der einen auf der Mitfahrerbank Sitzenden spontan mitnimmt oder sich mit einem nicht motorisierten Nachbarn zur gemeinsamen Einkaufsfahrt verab-redet, kann als ehrenamtlicher Helfer gelten. Sog. Freiwillige (auch des Bundesfrei-willigendienstes oder des FSJ) können auch bei institutionalisierten Fahrdiensten eingesetzt werden, z.B. in der Organisation (Mitfahrzentrale, Weitergabe von Online-Bestellungen im Bürgerbüro etc.), beim regelmäßigen Ausfahren oder Weiterver-teilen von Bestellungen, dem Fahren des Bürgerbusses, individuellen Fahrdiensten für Senioren.

 

2.2 Zentrale Versorgungs- und Mobilitätszentren in öffentlich-privater Trägerschaft 

Im Interesse der Kooperation gewerblicher und ehrenamtlicher Anbieter von Ver-sorgungs- und Betreuungsleistungen unter Einschluss individuell organisierter Mo-bilitätsangebote (Vermeidung von Parallelstrukturen, Kostenreduzierung!) erscheint es überlegenswert, an geeigneten Standorten  „Versorgungs- und Mobilitätszentren" einzurichten, die entsprechend ihrer gemeinwohlorientierten Aufgabenstellung in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) betrieben werden könnten.

Eine konkrete Umsetzung könnte darin bestehen, vielleicht auf dem Gelände einer ehemalige Tankstelle oder kleinen Autowerkstatt bzw. direkt auf dem Betriebsge-lände eines der beteiligten Einzelhandelspartner einen Stützpunkt zu schaffen, wo von unterschiedlichsten Nutzern (gewerbliche Anbieter, Einrichtungen der Wohl-fahrtspflege, gemeinnützige Vereine usw.) ein kleiner gemeinsam betriebener Fuhr-park (Kleintransporter, Kleinbusse, PKWs) unterhalten (gepflegt und gewartet) wird, der Aufgaben als Bürgerbus, Sammeltaxi, Auslieferfahrzeuge für Bestellungen usw. erfüllt. Pflege und Wartung der Fahrzeuge könnten ebenso von Freiwilligen (siehe die in dem nachfolgenden Beitrag zum Thema Mitfahrerbänke beschriebenen „Schraubergruppen“) wahrgenommen werden. Diese könnten auch Fahrdienste übernehmen, z.B. im Rahmen eines erweiterten Mitfahrerbank-Angebots, spontan verabredeter Nachbarschaftshilfe und anderem mehr. Indem öffentliche Hand bzw. Träger der WohlfahrtspflegeUnternehmen der Privatwirtschaft und freiwillig Enga-gierte (z.B. Nachbarschaftshilfe-Vereine, Freiwilligenzentren) sich in einer Art von arbeitsteiligen Zweckgesellschaft zusammenfinden, können nicht nur die Kosten re-duziert, sondern auch bestimmte Aufgaben gebündelt und hierdurch u.U rationeller erfüllt werden (z.B. Warenauslieferung und Bürgerbus/Sammeltaxi auf derselben Strecke). Hier läge auch eine Chance, ehrenamtliches Engagement (z.B. Fahr-dienste) durch Kostenbeiträge aus der Wirtschaft mitzufinanzieren.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen gewerblichen Anbietern und Ehren-amtlichen könnten sich ergeben durch Verbindung von

  • "Heißer Theke“/Bistros in Supermärkten und Herstellung von Fertigmenues nach dem Vorbild von  „Essen auf Rädern“ beim Einzelhandel,
  • Packdienst (Zusammenstellung der Bestellungen für Privatkunden), Aus-mustern von Artikeln mit abgelaufenem Verfallsdatum, Food-Saving und Food-Sharing beim Einzelhandel
  • Ausliefern der Bestellungen an Privatkunden, Belieferung von Läden der sog. „Tafeln“ oder Aufbau eines neuen „Tafel“-Angebots auf Lieferbasis für gebrechliche sowie aus anderen Gründen nicht ausreichend mobile Kunden,
  • Ausliefern von Bestellungen und Fertigmenues an Senioren bei gleich-zeitiger Wahrnehmung der Aufgaben von „Kümmerern“, aufsuchender Sozialarbeit oder Nachbarschaftshilfe-Vereinen und schließlich
  • Entwicklung neuer Angebote und Lieferstrukturen für bestimmte Kunden-gruppen im Sinne der „Kochboxen“ oder ähnlicher Warensortimente, die nicht mehr auf individuellen Kundenwunsch einzeln zusammengestellt werden müssen und dadurch schneller geordert und ausgeliefert werden können. In dieser Richtung ließen sich auch die Verteilung von Lebensmitteln der „Tafeln“ (müssten nicht mehr persönlich abgeholt werden) oder „Essen auf Rädern“ für hilfsbedürftige Senioren neu organisieren.

 

2.3 Weitere Überlegungen zur praktischen Umsetzung

Zumindest in einem der vorgesehenen zwei bis vier Beispielräume könnte ein sol-cher maximal-integrativer Ansatz verfolgt und in Kooperation von Ämtern, Einzel-handel, Pflegediensten, Trägern der Diakonie, Generationenhilfe-Projekten, Freiwilli-genzentren, nicht organisierten Freiwilligen, FSJlern, BFDlern, Sozialpraktikanten, geringfügig beschäftigten Senioren usw. auf seine Umsetzbarkeit hin getestet wer-den. In einem ersten Schritt müsste hierzu an einem besonders geeigneten Standort zusammen mit den Hauptakteuren ein technischer Stützpunkt aufgebaut und ein Konzept für die Kooperation, das Zeitmanagement und die Kostenverteilung ent-wickelt werden. Durch eine wissenschaftliche Begleitung könnten eine optimierte Online-Kommunikation für die Kooperation zwischen Einzelhandel, Einzelkunden (dörfliche Bürgerbüros als „Bestellshops“ und individuelle Internetnutzer), Distri-butions-, Mobilitäts- und Logistikzentrum (Fuhrpark, Streckenführung, "Fahrpläne"), Anbietern sozialer Dienstleistungen, sozial engagierten Freiwilligen, geringfügig be-schäftigten Kleinrentnern usw. (Einsatz- und Terminpläne) sowie eine betriebswirt-schaftliche Kostenanalyse der diversen Kooperationen im Bereich von integrierter Distribution,  Versorgung und Logistik (Auslieferung von Onlinebestellungen des Einzelhandels, „Essen auf Rädern“, „Mobile Tafeln“, „Foodsaving“-Initiativen, Nach-barschaftshilfe, mobiler Pflegedienst) sowie individualisierten Mobilitätsangeboten (Mitfahrer-Bänke, Fahrdienste, Bürgerbus usw.) ausgearbeitet werden. Zu denken wäre an ein über das Internet verwaltetes und kontrolliertes Liniensystem, das alle Fahraktivitäten optimal aufeinander abstimmt und mehreren Nutzergruppen gleich-zeitig erschließt. Zusätzlich sollte ein fester Zeittakt der Fahraktivitäten entstehen, der den Nutzern relativ spontane Entscheidungen wie in einem eng getakteten ÖPNV-Netz, d.h. ohne großen Planunungs- oder Terminierungsaufwand, ermöglicht (Haltepunkte-Netz, das von allen Fahrzeugen des Mobilitätsverbunds nach einem festen Tagesschema angefahren wird und ausreichend Transport- sowie Personen-beförderungskapazität vorhält).

 

Verfasser des Beitrags: Ulrich Lange, Burgblick 3, 35327 Ulrichstein, tel. erreichbar unter 06645/918789, Email: fz-ulrichstein@gmail.com       


 

Eingestellt und als Anregung an das Amt für den ländlichen Raum und Daseinsvorsorge des Vogelsbergkreises übersandt am 02.04.2016

Weblink: http://burger-fur-burger3.webnode.com/kontext/

 

Mitfahrerbänke - Ein Beispiel für die Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum unter Einbeziehung von Generationenhilfe-Projekten

Die Idee ist nicht neu. Und gerade weil sog. "Mitfahrerbänke" an vielen Orten bereits hervor-ragend funktionieren, gewinnen sie immer mehr Freunde. Siehe die Gemeinde Visselhövede, wo sich der örtliche Seniorenbeirat des Problems fehlender Fahrgelegenheiten für Jung und Alt angenommen hat.  

Die Schaffung von Mitfahrgelegenheiten gehört auch zum Programm vieler Generationenhilfe-Projekte.  Von daher wären die Aktiven in der Nachbarschaftshilfe ideale Partner für den Ver-such, ein zuverlässiges und flächendeckendes Angebot an Mitfahrgelegenheiten im ländlichen Raum zu installieren.

Dabei erschöpfen sich die Möglichkeiten nicht im Aufstellen neuer bzw. Nutzen bereits bestehender Sitzgelegenheiten (sog. Mitfahrerbänke) im öffentlichen Raum als speziell gekennzeichnete "Haltestellen" für Mitfahrer. Das oben beschriebene Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" wäre ideal geeignet, mit Unterstützung von Fördermitteln an einem oder mehreren Standorten ein interkommunales Angebot mit folgenden Elementen zu installieren:

  • Garage/Werkstatt, wo ein kleiner Fuhrpark von Gebrauchtfahrzeugen (gespendet oder günstig angekauft) bzw. im Idealfall gesponserten Neufahrzeugen speziell für den Mitfahrer-Service hergerichtet und gewartet wird;
  • "Liniendienst" mit ehrenamtlichen Fahrern, der zu bestimmten Zeiten eine Reihe von "Mitfahrerbänken" anfährt;
  • "Schraubergruppe" (Jugendliche/Heranwachsende aus passenden Ausbildungs-berufen, zum Beispiel KFZ-Handwerk) oder mit ausgeprägtem technischen Inter-esse unter Aufsicht fachlich qualifizierter Erwachsener aus dem Kraftfahrzeug-handwerk), die sich der Instandsetzung, Wartung und Pflege des Fuhrparks widmen. Die Jugendlichen könnten zusätzlich mit kostenlosen Fahrstunden (Ver-kehrsübungsplatz) unter Aufsicht geeigneter Erwachsener (evtl. ehemalige oder noch aktive Fahrlehrer) motiviert werden;
  • Nachwuchs-Fahrergruppe (Führerscheinneulinge), die unter Aufsicht geeigneter Er-wachsener als Beifahrer die notwendige Fahrpraxis erwerben, um künftig als Nach-wuchsfahrer eingesetzt werden zu können.

Solche Projekte stellen nicht nur ein generationenübergreifend nutzbares Angebot zur Verbesserung der Mobilität auf dem Lande dar, sondern bieten sowohl jungen wie auch älteren Freiwilligen zahlreiche sinnvolle Betätigungsmöglichkeiten in einem stark motivierenden und "belohnungsintensiven" Bereich. 

Anhang:
 
Kleine Dokumentation zum Thema Mitfahrerbänke
 

 

Interkommunales Generationenhilfe-Projekt

 
Ende 2015 wurde in Grebenhain der Generationenhilfe-Verein "Bürger für Bürger" als gemeindeübergreifendes (interkommunales) Angebot gegründet. Auch frei-willig Engagierte, die nicht in Grebenhain wohnen, aber Freude an Hilfeleistungen haben, wie sie unter Nachbarn üblich sind, können sich dem Verein anschließen, um z.B. an ihrem eigenen Wohnort eine kleine Nachbarschaftshilfe-Dependence einzurichten. So können auch Einzelpersonen oder kleine Gruppen unter dem Dach eines eingetragenen Vereins aktiv werden, die an ihrem Wohnort nicht die erforderlichen sieben Mitstreiter für eine eigene Vereinsgründung finden. Eine sehr gute Idee, um ein flächendeckendes Angebot an Nachbarschaftshilfe im Vogels-bergkreis auf den Weg zu bringen!
 
 
 

 

Online-FA des Ev. Dekanats Alsfeld
 
Unter dem Slogan: „FARBE ins Ehrenamt“ (Das Motto wurde allerdings von der IG BAU "geklaut"!) hat das Evangelische Dekanat Alsfeld ein Freiwilligenportal für den gesamten Vogelsbergkreis ins Netz gestellt, über das Vereine und andere Institu-tionen konkrete Projekte präsentieren und Suchanzeigen veröffentlichen können, um engagementbereite Mitmenschen anzusprechen, die auf regionaler Ebene noch nach adäquaten Aufgaben im Ehrenamt Ausschau halten.  
 
FARBE steht für „Freiwilligen-Arbeit regional begleiten“ und stellt eine Art Online-Freiwilligenagentur für das gesamte Kreisgebiet dar. Da es im Vogelsbergkreis erst zwei lokale Freiwilligenagenturen (Alsfeld und Ulrichstein) gibt, geht das Projekt der „Fachstelle Bildung und Ökumene“ sicherlich nicht am bestehenden Bedarf vorbei.
 
Beschreibungen der ersten im Internet eingestellten Angebote findet man auf der sehr ansprechend und übersichtlich gestalteten Seite  www.farbe-vb.de. Über ein Kontaktformular können neue Projekte vorgestellt und ehrenamtliche Mitstreiter aus der Region angesprochen werden.
 
Weitere Fragen beantwortet gern das
Evangelisches Dekanat Alsfeld
Fachstelle Bildung und Ökumene
Altenburger Str. 40
36304 Alsfeld
Telefon: 06631-9114918